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Review Ex-plizit “Scheiss drauf”

Ex-plizitAm 12. Juli 2013 haben die 5 Musiker der Band „Ex-plizit“ doch klammheimlich ihr zweites Studio-Album released. Klammheimlich? Ok, nicht ganz. Das Ganze wurde gebührend auf der G.O.N.D. zelebriert und die neueste Scheibe mit dem Namen „Scheiss drauf“ konnte von nun an auf den Konzerten oder über einschlägige Mailorders direkt eingepackt werden.

Auch ich konnte der neuen Platte nicht widerstehen und deshalb gibt es hier nun mal einen kleinen Einblick. Der Silberling beinhaltet 13 neue Stücke welche auf folgende Namen hören:

1: Achtung

2: Scheiss drauf

3: Wir sind wieder da

4: Drogentod

5: Gott vergibt

6: Macht, Geld, Verrat

7: Geblendet von Gefühlen

8: Falsche Freundschaft

9: Ex-plizit

10: Träume

11: Ein Leben für die Freiheit

12: Rebellen

13: Wir sind wieder da (Piano Version)

Los geht´s mit nem kurzen Intro. „Achtung“  setzt sich aus Polizei-Sirenen und Lautsprecherdurchsagen zusammen und bildet einen fließenden Übergang in den ersten richtigen Track. Das titelgebende „Scheiss drauf“ prescht dann auch schon einmal ordentlich nach vorne. Dirk´s Stimme, mit dem sehr hohen Wiedererkennungswert, klingt gleich ´ne Spur sauberer als auf der Vorgänger-Scheibe. Hier merkt man einen ordentlichen Qualitätsunterschied. Das gefällt schon mal…..

Ein sehr einprägsamer Refrain – und fertig ist der erste Ohrwurm.

Weiter geht´s mit „Wir sind wieder da“. Musikalisch eigentlich Top, schmerzt hier leider der Text. Jede Band in diesem Genre hat genau diesen Text im Repertoire und brüstet sich damit auf der eigenen Platte. Somit vollkommen absehbar, was den Hörer erwartet.

„Drogentod“ verrät auch schon im Titel um was es geht. Hier allerdings mit tollem Text und schnellem Refrain. Geile Nummer….

Weiter zu „Gott vergibt“. Unterstrichen von schönen Gitarrenspuren wollen uns die Jungs anfangs doch glatt eine Ballade vorgaukeln. Doch nach der ersten Minute wendet sich das Blatt und die seichten Melodien müssen harten Riffs weichen. Im Refrain bekommt Dirk dann auch noch Unterstützung in Form einer weiblichen Stimme. Kurz gesagt, die Nummer ist ein ordentliches Brett geworden und definitiv eines der Highlights der Scheibe.

Treibend geht es auch bei „Macht, Geld, Verrat“ voran. In diesem Song distanziert sich die Band ganz klar von jeder Form des Extremismus und bezieht Stellung zur eigenen Sichtweise. Sollte man sich mal anhören und auch darüber nachdenken ;-)

Melodisch empfangen euch die ersten Takte zu „Geblendet von Gefühlen“. Musikalisch gesehen spiegelt dieser Song die komplette Bandbreite der Truppe wieder. Mal langsam, mal schnell….mal melodisch, mal treibend – langweilig wird diese Nummer mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil. Ein starkes Stück….

„Falsche Freundschaft“ und das darauffolgende „Ex-plizit“ fallen für mich in die Kategorie „Durchschnitt“. Nicht böse oder schlecht gemeint, aber die Lieder heben sich nicht so sehr ab. Dafür aber „Träume“ umso mehr. Double-Bass Gewitter im Refrain und ein „dunkler“ Text. Das fetzt…

„Ein Leben für die Freiheit“ setzt das Ganze fort. Hier auch wieder mit gezieltem Einsatz der weiblichen Stimme – allerdings in den Strophen. Das lockert die Passagen ordentlich auf und gefällt mir.

Der letzte offizielle Song hört dann auf den Namen „Rebellen“. Hier wird noch einmal ordentlich aufgetragen. Kein geringerer als Rock Rotten (9mm ARR) gibt sich als Gast-Sänger die Ehre und unterstützt Dirk am Mikrofon. Das ganze Lied fetzt dermaßen und bildet einen mehr als würdigen Abschluss. Hier kann der Lautstärkeregler ohne Bedenken auf Anschlag rechts gedreht werden… da wird  der Staub mal wieder ordentlich aus den Boxen geblasen.

Als Schmankerl gibt es oben genannten Song Nr.3 dann noch einmal als Piano Version. Das als „Bonus Track“ betitelte Lied versprüht in dieser Version einen ganz eigenen Charme. Klar, der Text wird dadurch auch nicht besser….aber  das Ganze klingt einfach genial. Da hätte man ruhig mehr Lieder dieser Richtung mit draufpacken können.

 

Als Fazit bleibt zu sagen: Die 5 Jungs haben hier ordentlich abgeliefert. Wer die Vorgänger-Scheibe mochte, der kann absolut nichts falsch machen. Der Ex-plizit typische Sound wurde beibehalten und großartige Experimente werdet ihr hier (leider?) nicht finden. Somit weiß jeder, was ihn beim Kauf der Scheibe erwartet. Ich persönlich vermisse allerdings ein Stück wie „Süßer Tod“. War das doch ein kleines Juwel auf der ersten Platte. Textlich einfach mal die Sau rauslassen…. das fehlt hier ein bisschen. Ändert aber auch nichts an der Gesamtbewertung des Silberlings.

Von mir gibt´s eine klare Empfehlung. „Scheiss drauf“ macht Spaß, klingt ne ordentliche Schippe professioneller als „Mach dich frei“ und hat somit alles richtig gemacht.

Sascha

Ex-plizit_2 (1)

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